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Sie können viel tun, um Ihren neuen Lebensabschnitt als Chance zu nutzen und Ihre Lebensqualität zu verbessern! Wer aktiv ist und handelt, gehört eher zu den Frauen, die selbstbewusst sagen: "Wechseljahre? Na und!"

Bloß keine Panik!
Wissen ist viel besser als Angst: Klarheit statt Nebel!
Ich bin gut auf die Wechseljahre vorbereitet!
Was kann ich für mich selbst tun?

BLOSS KEINE PANIK!

Die Wechseljahre sind ohne Frage ein bedeutsamer Vorgang im Leben einer Frau. Keinesfalls aber sind sie schuld an allem, was Probleme bereitet, und sind schon gar kein Grund zur Panik. Ablehnung, Angst und Sorge sind schlechte Berater. Gefragt sind Aufgeschlossenheit und die Bereitschaft,sich den Dingen zu stellen. Es ist wohl möglich, Einfluss auf den Verlauf der Wechseljahre zu nehmen. Für Sie bedeutet das vor allem die Chance auf eine positive und spannende Zukunft und einen aktiven Lebensstil!
Die Lebenserwartung der Frau ist im Vergleich zu früher erheblich gestiegen. Medizin und Hygiene haben dazu beigetragen. Aber auch das Selbstverständnis der Frau hat sich gewandelt. Sie möchte auch in der zweiten Lebenshälfte fraulich und attraktiv bleiben. Ebenfalls kann sie ihre Erfahrungen und Möglichkeiten besser nutzen und dem Leben ganz neue, spannende Inhalte geben.
Übrigens: Nur jede fünfte Frau kann behaupten, keine Beschwerden zu haben oder nur wenig von den Wechseljahren mitzubekommen. Interessant ist, dass dies in erster Linie aktive und lebensfrohe Frauen sind, für die eine gesunde Lebensweise schon immer von großer Bedeutung war. Alle Frauen können eine Menge dafür tun, die Wechseljahre unbeschwerter und ohne große Probleme zu erleben: Ebenso wirkungsvoll wie preiswert sind z.B.eine ballaststoff-und vitaminreiche Ernährung, ausgleichende Bewegung, Entspannung und einfach das alles tun, was die Freude am gesunden, aktiven Leben fördert. Besonders jetzt kommt es darauf an, dass Frauen sich selbst ein Stück weit mehr in den Mittelpunkt stellen und auf ihre persönlichen Bedürfnisse achten.

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WISSEN IST VIEL BESSER ALS ANGST: KLARHEIT STATT NEBEL!

Unter den Wechseljahren versteht man eine mehrere Jahre dauernde Übergangsphase von der Zeit der vollen Geschlechtsreife in die Zeit der hormonellen Ruhe der Eierstöcke (meist 45.-55.Lebensjahr). Jede Frau erlebt sie anders. Es ist eine Phase körperlicher und seelischer Veränderungen, ein natürlicher Reifeprozess. Darüber hinaus können Beschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Reizbarkeit, Herzklopfen, depressive Verstimmungen u.a. das Wohlbefinden beeinträchtigen. Manche Frauen verspüren diese Beschwerden so gut wie gar nicht, bei anderen treten sie in stärkerer Form auf. Die Waage zeigt plötzlich ein paar Pfunde zu viel an. Dies muss jedoch nicht direkt mit den Wechseljahren zusammenhängen. Oft steckt nur eine falsche Ernährung und/oder Bewegungsmangel dahinter. Die Haut ist empfindlicher geworden und die Haare wollen einfach nicht richtig sitzen. Auch Stress und Hektik lassen sich nicht mehr so leicht wegstecken. In dieser Phase heißt es deshalb, den Motor etwas herunterschalten und sich mehr Ruhe und Pflege gönnen. Blasenschwäche und Beeinträchtigung des Sexuallebens zählen ebenfalls zu den hormonbedingten körperlichen Beschwerden der Wechseljahre. Auch Trübungen der Seele können eine Folge der hormonellen Umstellungen sein. Zudem kann es langfristig zu einer Abnahme des lebenswichtigen Minerals Kalzium im Knochen. Die Folge kann Knochenschwund (Osteoporose) sein.

Hier gibt es nur eines: rechtzeitig und gezielt vorbeugen!
Der Gedanke, dass sich der regelmäßige Besuch beim Frauenarzt in den Wechseljahren erübrigt, ist falsch!
Abgesehen von den unbedingt wahrzunehmenden Vorsorgeterminen ist gerade der Arzt ein kompetenter und wichtiger Gesprächspartner, wenn es um die Erkennung und die erfolgreiche Behandlung körperlicher und seelischer Wechseljahresbeschwerden geht. Wenn Sie noch weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an uns (bzw. Ihre Gynäkologin/ Ihren Gynäkologen). Wir werden gemeinsam mit Ihnen entscheiden, welche Maßnahmen für Sie sinnvoll sind und erstellen einen individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmten Behandlugsplan.

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ICH BIN GUT AUF DIE WECHSELJAHRE VORBEREITET!

Hormone sind Substanzen, die im menschlichen Körper als Botenstoffe wirken. In den Zielorganen regeln sie verschiedene Körperfunktionen. Die Eierstöcke sind es, die für einen ausgewogenen Hormonhaushalt sorgen. Die weiblichen Geschlechtshormone (Östrogene und Gestagene) werden vor allem in den Eierstöcken gebildet. Sie sind für Ihren Zyklus verantwortlich. Zudem fördern sie die Geschlechtsreife, sind am Aufbau von Haut und Knochen beteiligt und schützen Herz, Kreislauf und Gefäße. Gestagene (auch Gelbkörperhormone genannt) sichern außerdem die Erhaltung der Schwangerschaft nach einer Befruchtung und Einnistung des befruchteten Eies in der Gebärmutterschleimhaut. Um das 40 Lebensjahr beginnen die Eierstöcke zu altern, Eisprung und Blutungen werden unregelmäßig, der Hormonspiegel sinkt. Irgendwann hört die Regelblutung komplett auf. Diesen Zeitpunkt der letzten Blutung nennt man Menopause. Die weiblichen Hormone, insbesondere das Östrogen, haben eine aufbauende und vor allem schützende Wirkung auf den Körper der Frau. Läßt die körpereigene Produktion von Östrogen nach, fehlt dieser natürliche Schutz. Es kann zu Veränderungen der Knochenstruktur, der Haare, der Haut und der Schleimhäute kommen. Brust, Gebärmutter, Scheide und Harnröhre können ebenfalls betroffen sein. Ebenso könnte ein Zusammenhang mit dem nun einsetzenden Prozess des Nachlassens der Hirnleistung bestehen. Darüber hinaus können die typischen Wechseljahrebeschwerden (z.B.Hitzewallungen) auftreten.

Häufige Begleiterscheinungen der Wechseljahre sind auch Gereiztheit, Nervosität, Leistungsminderung und depressive Verstimmungen.

Einfach alles ertragen?
Die Frage, ob eine Therapie (pflanzlich oder hormonell) sinnvoll ist, muß individuell nach eingehender Beratung entschieden weden. Eine Nutzen-Risiko-Abwägung und Entscheidung zur Therapie wird stets gemeinsam mit der ratsuchende Frau erfolgen. Nur so werden gesundheitliche Risiken gemindert und die Weichen für das Wohlbefinden bis ins hohe Alter gestellt.

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WAS KANN ICH FÜR MICH SELBST TUN?

Sie können sehr viel tun, um Ihre Lebensqualität zu erhalten bzw. zu verbessern.

Ernährung: sollte ausgewogen und nicht zu reichlich sein, da der Kalorienbedarf mit zunehmendem Alter sinkt. Daher nimmt man bei sonst gleichen Essgewonheiten und zu wenig Bewegung automatisch zu. Das heißt, dass sich das Gewicht auch ohne Medikamente nach oben verändern kann. Viele Frauen fürchten nun, durch die Einnahme von Hormonen noch schneller an Körpergewicht zu gewinnen. Essen Sie viel Gemüse und Ballaststoffe, die Süßigkeiten ersetzen Sie durch Obst, Alkohol in Maßen genießen. Es ist ebenfalls sinnvoll, Milch und Milchprodukte (Joghurt, Käse) auf den Speiseplan zu setzen.

Bewegung: In frischer Luft ist außerordentlich wichtig zur Erhaltung des körperlichen Wohlbefindens, zur Anregung aller lebenswichtigen Organe, zur besseren Durchblutung des Körpers und zur Straffung der Bauch- und Beckenmuskulatur.

Geeignete Sportarten: Gymnastik, Radfahren, Tanzen, Schwimmen, Wandern, Krafttraining, Nordic Walking und Jogging.

Geistig fit bleiben: Halten Sie mit Gedächtnisübungen Ihr Gehirn fit (sog.Gehirnjogging ) und versuchen Sie Ihr Leben so interessant, anregend und abwechselungsreich wie möglich zu gestalten. So können Sie sich zum Teil gegen geistigen Verfall (Alzheimer) schützen.

Die innere Balance: Finden und halten. Mit Entspannung wird Energie getankt (Yoga, autogenes Training, Qi Gong etc).
Vermeiden Sie Risikofaktoren wie z.B. Rauchen, "Kalziumräuber" (Fastfood, Colagetränke, Kaffee), Übergewicht u.a.

Nicht vergessen: Gesundheitsaktivitäten müssen vor allem auch Spaß machen. Nur so läßt sich die Ausgeglichenheit zwischen Körper, Geist und Seele wieder herstellen.

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