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Die Philosophie der von uns praktizierten Hormontherapie besteht darin, nur dann Hormone zuzuführen, wenn sie fehlen und wenn dieses Fehlen auch Beschwerden und Probleme verursacht. Somit können die Mangelerscheinungen durch eine individuell angepasste Hormonzufuhr gemindert werden.

Behandelt werden können selbstverständlich nur diejenigen Frauen, die eine Behandlung wünschen oder mit einer Behandlung nach Beratung einverstanden sind. Jede Frau sollte aber ausreichende Kenntnisse über die Vorteile einer Hormonsubstitution (Hormonersatz) im Rahmen von Information und Aufklärung erhalten. Damit kann sie aufgrund eigenen Wissens frei entscheiden, ob sie eine Substitution wünscht oder nicht.

Die Substitution muss immer individuell angepasst mit der geringst möglichen effektiven Dosis begonnen werden, die zur Beschwerdefreiheit führt. Zudem sollten Hormone nur bei einer eindeutiger Indikation eingenommen werden.

Bewusst eine Schwangerschaft vermeiden... Dies wurde von den Menschen seit altersher immer wieder versucht, jedoch bis vor einigen Jahrzehnten meist nur mit geringem Erfolg. Das ist erst in jüngster Zeit durch die Verbesserung alter Methoden und die Schaffung ganz neuer gelungen.
1000-mal berührt, 1000-mal ist nix passiert? - von wegen!

Übersicht Verhütungsmethoden
Beschreibung Verhütungsmethoden
Empfehlung nach Alter

 

ÜBERSICHT VERHÜTUNGSMETHODEN

(s. Hinweis)

Kurzfristige Verhütung:
1. Ad-hoc-Verfahren

a. Enthaltsamkeit / Koitus interruptus
b. Kondom / Barrieremethoden (BM)
c. Postkoitalverfahren
d. Natürliche Familienplanung

2. Einen Zyklus wirksam:

a. Pille
b. Intravaginal-Ring
c. Pflaster

3. Langzeitverhütung:

a. Reversibel:

I. Spirale
II. 3-Monats-Spritze
III. Hormonstäbchen (Implantat)

b. Irreversibel:

Sterilisation

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BESCHREIBUNG VERHÜTUNGSMETHODEN

(s. Hinweis)

Keine der Methoden bietet 100% Sicherheit.

Über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Methoden werden wir Sie individuell ausführlich aufklären. Die Beratung betr. die über einen Zyklus wirksamen Verhütung (Pille, Vaginalring, Pflaster) erfolgt ausschließlich in der Praxis.

Tabelle Verhütungsmethoden

 

EMPFEHLUNG NACH ALTER

(s. Hinweis)

14-24-jährige, gesunde Frau
Optionen:
Pille: Empfehlenswert, da Verhütungswunsch zeitlich variabel und Sicherheit hoch ist.
Kondom / Barriere-Methoden: Empfehlenswert, da Schutz vor Infektionen.
Spirale: Prinzipiell möglich.
Natürliche Familienplanung: Beschränkt empfehlenswert, da erhebliche Selbstdisziplin und optimale Kenntnis des eigenen Zyklus notwendig.
Langzeitverhütung: Die übrige Langzeitverhütung ist zumeist nicht angebracht.

Medizinische Vorteile: Die Verhütung mit der Pille ist auch vorteilhaft zur Behandlung von Regelschmerzen, unregelmäßiger Regelblutung, Haar- und Hautprobleme.

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25-39-jährige, gesunde Frau, eventuell mit Kindern
Optionen:
Pille: Empfehlenswert sind in diesem Fall die sogenannte Mikropillen.
Kondom / Barriere-Methoden: Häufiger empfehlenswert, da Umgang der Paare miteinander problemloser, somit Effektivität akzeptabler; ein Verhütungsversager nicht immer unerwünscht.
Spirale: Gleichwertig mit Mikropille.
3-Monats-Spritze, Hormonstäbchen und Sterilisation kommen häufiger in Frage.

Medizinische Vorteile: Mikropille, 3-Monats-Spritze, Hormonstäbchen (Implantat ) sowie Hormonspirale bessern die Symptome bei Regelschmerz, Endometriose und Blutungsstörungen. Bestimmte Pille auch gegen Haar- und Hautprobleme geeignet.

 

40-52-jährige Frau

Optionen:
Pille: Optimale Sicherheit mit moderner Mikropille
Nachteil: altersabhängig besteht ein erhöhtes Thrombose-Embolierisiko (besonders in Kombination mit Rauchen)
Minipille- hohe Sicherheit
Nachteil: häufigere Blutungsstörungen.
Kondom / Barriere-Methoden: Sicherheit gut
Nachteil: Manipulationen, kein therapeutischer Vorteil.
Spirale: Optimale Sicherheit
Nachteil: Schmerzen und Blutungen möglich.
3-Monats-Spritze, Hormonstäbchen (Implantat), Sterilisation: für viele Frauen ideal.
Nachteil: eventuell Beeinträchtigung der Knochenmasse bei 3-Monats-Spritze.
Natürliche Familienplanung: Sehr oft empfohlen, Sicherheit jedoch nicht ausreichend.

Da gerade in dieser Altersgruppe Schwangerschaft und Geburtsverlauf besonders belastend sind, sollte man auf eine äußerst effektive und nebenwirkungsarme Verhütung achten.

 

Hinweis: Diese Erläuterungen ersetzen nicht die Beratung durch den Frauenarzt Ihres Vertrauens!

 

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Jedes Jahr erleiden hunderttausende Frauen und Männer einen Bruch der Wirbelknochen oder des Oberschenkelknochens, ohne davor etwas von der langsamen Abnahme der Knochensta- bilität gespürt zu haben.
Das frühzeitige Erkennen und Behandeln einer Osteoporose ist die wesentliche Maßnahme zum Erhalt und zur Sicherung der Lebensqualität!

SPRINGLEBENDIG STATT KNOCHENBRÜCHIG!

Was kann ich vorbeugend tun?
Wann soll ich mich messen lassen?

 

WAS KANN ICH VORBEUGEND TUN?

Durch eigene Maßnahmen, wie sportliche Aktivitäten und entsprechende Ernährung , können Sie auch selbst die Vorbeugung der Osteoporose wirkungsvoll unterstützen. (Daher lieber heute als morgen: gesunde Lebensweise mit kalziumreicher Ernährung (Milchprodukte, grünes Gemüse, kalziumreiches Mineralwasser), mit Vitamin-D-reicher Ernährung (Seefisch) sowie täglich eine halbe Stunde an der frischen Luft (Wandern, Radfahren). Gymnastik, Schwimmen, Tanzen und Krafttraining festigen ebenfalls die Knochen. Kalziumräuber, wie Fast-Food,Süßigkeiten, Kaffee, Colagetränke sollten Sie vermeiden.

 

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 WANN SOLL ICH MICH MESSEN LASSEN?
  1. In der Familie gibt es bereits Osteoporose-Fälle.
  2. Ich habe hormonelle Störungen und darf keine weibliche Hormone (Östrogene) nehmen.
  3. Meine Körpergröße hat sich verändert und ich bin kleiner geworden.
  4. Ich hatte bereits einen Knochenbruch ohne mechanische Ursache oder gelegentlich Rückenschmerzen.
  5. Ich bin sehr schlank und habe seit dem 35.Lebensjahr nicht zugenommen.
  6. Ich war oder bin starker Raucher.
  7. Ich treibe keinen Sport.
  8. Ich esse kalziumarme Kost und vertrage keine Milchprodukte.
  9. Ich habe Probleme mit der Verdauung und habe eine entzündliche Darmerkrankung.
  10. Ich nehme regelmäßig Cortisonpräparate und/ oder Schilddrüsenpräparate.

 

 

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Sie können viel tun, um Ihren neuen Lebensabschnitt als Chance zu nutzen und Ihre Lebensqualität zu verbessern! Wer aktiv ist und handelt, gehört eher zu den Frauen, die selbstbewusst sagen: "Wechseljahre? Na und!"

Bloß keine Panik!
Wissen ist viel besser als Angst: Klarheit statt Nebel!
Ich bin gut auf die Wechseljahre vorbereitet!
Was kann ich für mich selbst tun?

BLOSS KEINE PANIK!

Die Wechseljahre sind ohne Frage ein bedeutsamer Vorgang im Leben einer Frau. Keinesfalls aber sind sie schuld an allem, was Probleme bereitet, und sind schon gar kein Grund zur Panik. Ablehnung, Angst und Sorge sind schlechte Berater. Gefragt sind Aufgeschlossenheit und die Bereitschaft,sich den Dingen zu stellen. Es ist wohl möglich, Einfluss auf den Verlauf der Wechseljahre zu nehmen. Für Sie bedeutet das vor allem die Chance auf eine positive und spannende Zukunft und einen aktiven Lebensstil!
Die Lebenserwartung der Frau ist im Vergleich zu früher erheblich gestiegen. Medizin und Hygiene haben dazu beigetragen. Aber auch das Selbstverständnis der Frau hat sich gewandelt. Sie möchte auch in der zweiten Lebenshälfte fraulich und attraktiv bleiben. Ebenfalls kann sie ihre Erfahrungen und Möglichkeiten besser nutzen und dem Leben ganz neue, spannende Inhalte geben.
Übrigens: Nur jede fünfte Frau kann behaupten, keine Beschwerden zu haben oder nur wenig von den Wechseljahren mitzubekommen. Interessant ist, dass dies in erster Linie aktive und lebensfrohe Frauen sind, für die eine gesunde Lebensweise schon immer von großer Bedeutung war. Alle Frauen können eine Menge dafür tun, die Wechseljahre unbeschwerter und ohne große Probleme zu erleben: Ebenso wirkungsvoll wie preiswert sind z.B.eine ballaststoff-und vitaminreiche Ernährung, ausgleichende Bewegung, Entspannung und einfach das alles tun, was die Freude am gesunden, aktiven Leben fördert. Besonders jetzt kommt es darauf an, dass Frauen sich selbst ein Stück weit mehr in den Mittelpunkt stellen und auf ihre persönlichen Bedürfnisse achten.

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WISSEN IST VIEL BESSER ALS ANGST: KLARHEIT STATT NEBEL!

Unter den Wechseljahren versteht man eine mehrere Jahre dauernde Übergangsphase von der Zeit der vollen Geschlechtsreife in die Zeit der hormonellen Ruhe der Eierstöcke (meist 45.-55.Lebensjahr). Jede Frau erlebt sie anders. Es ist eine Phase körperlicher und seelischer Veränderungen, ein natürlicher Reifeprozess. Darüber hinaus können Beschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Reizbarkeit, Herzklopfen, depressive Verstimmungen u.a. das Wohlbefinden beeinträchtigen. Manche Frauen verspüren diese Beschwerden so gut wie gar nicht, bei anderen treten sie in stärkerer Form auf. Die Waage zeigt plötzlich ein paar Pfunde zu viel an. Dies muss jedoch nicht direkt mit den Wechseljahren zusammenhängen. Oft steckt nur eine falsche Ernährung und/oder Bewegungsmangel dahinter. Die Haut ist empfindlicher geworden und die Haare wollen einfach nicht richtig sitzen. Auch Stress und Hektik lassen sich nicht mehr so leicht wegstecken. In dieser Phase heißt es deshalb, den Motor etwas herunterschalten und sich mehr Ruhe und Pflege gönnen. Blasenschwäche und Beeinträchtigung des Sexuallebens zählen ebenfalls zu den hormonbedingten körperlichen Beschwerden der Wechseljahre. Auch Trübungen der Seele können eine Folge der hormonellen Umstellungen sein. Zudem kann es langfristig zu einer Abnahme des lebenswichtigen Minerals Kalzium im Knochen. Die Folge kann Knochenschwund (Osteoporose) sein.

Hier gibt es nur eines: rechtzeitig und gezielt vorbeugen!
Der Gedanke, dass sich der regelmäßige Besuch beim Frauenarzt in den Wechseljahren erübrigt, ist falsch!
Abgesehen von den unbedingt wahrzunehmenden Vorsorgeterminen ist gerade der Arzt ein kompetenter und wichtiger Gesprächspartner, wenn es um die Erkennung und die erfolgreiche Behandlung körperlicher und seelischer Wechseljahresbeschwerden geht. Wenn Sie noch weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an uns (bzw. Ihre Gynäkologin/ Ihren Gynäkologen). Wir werden gemeinsam mit Ihnen entscheiden, welche Maßnahmen für Sie sinnvoll sind und erstellen einen individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmten Behandlugsplan.

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ICH BIN GUT AUF DIE WECHSELJAHRE VORBEREITET!

Hormone sind Substanzen, die im menschlichen Körper als Botenstoffe wirken. In den Zielorganen regeln sie verschiedene Körperfunktionen. Die Eierstöcke sind es, die für einen ausgewogenen Hormonhaushalt sorgen. Die weiblichen Geschlechtshormone (Östrogene und Gestagene) werden vor allem in den Eierstöcken gebildet. Sie sind für Ihren Zyklus verantwortlich. Zudem fördern sie die Geschlechtsreife, sind am Aufbau von Haut und Knochen beteiligt und schützen Herz, Kreislauf und Gefäße. Gestagene (auch Gelbkörperhormone genannt) sichern außerdem die Erhaltung der Schwangerschaft nach einer Befruchtung und Einnistung des befruchteten Eies in der Gebärmutterschleimhaut. Um das 40 Lebensjahr beginnen die Eierstöcke zu altern, Eisprung und Blutungen werden unregelmäßig, der Hormonspiegel sinkt. Irgendwann hört die Regelblutung komplett auf. Diesen Zeitpunkt der letzten Blutung nennt man Menopause. Die weiblichen Hormone, insbesondere das Östrogen, haben eine aufbauende und vor allem schützende Wirkung auf den Körper der Frau. Läßt die körpereigene Produktion von Östrogen nach, fehlt dieser natürliche Schutz. Es kann zu Veränderungen der Knochenstruktur, der Haare, der Haut und der Schleimhäute kommen. Brust, Gebärmutter, Scheide und Harnröhre können ebenfalls betroffen sein. Ebenso könnte ein Zusammenhang mit dem nun einsetzenden Prozess des Nachlassens der Hirnleistung bestehen. Darüber hinaus können die typischen Wechseljahrebeschwerden (z.B.Hitzewallungen) auftreten.

Häufige Begleiterscheinungen der Wechseljahre sind auch Gereiztheit, Nervosität, Leistungsminderung und depressive Verstimmungen.

Einfach alles ertragen?
Die Frage, ob eine Therapie (pflanzlich oder hormonell) sinnvoll ist, muß individuell nach eingehender Beratung entschieden weden. Eine Nutzen-Risiko-Abwägung und Entscheidung zur Therapie wird stets gemeinsam mit der ratsuchende Frau erfolgen. Nur so werden gesundheitliche Risiken gemindert und die Weichen für das Wohlbefinden bis ins hohe Alter gestellt.

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WAS KANN ICH FÜR MICH SELBST TUN?

Sie können sehr viel tun, um Ihre Lebensqualität zu erhalten bzw. zu verbessern.

Ernährung: sollte ausgewogen und nicht zu reichlich sein, da der Kalorienbedarf mit zunehmendem Alter sinkt. Daher nimmt man bei sonst gleichen Essgewonheiten und zu wenig Bewegung automatisch zu. Das heißt, dass sich das Gewicht auch ohne Medikamente nach oben verändern kann. Viele Frauen fürchten nun, durch die Einnahme von Hormonen noch schneller an Körpergewicht zu gewinnen. Essen Sie viel Gemüse und Ballaststoffe, die Süßigkeiten ersetzen Sie durch Obst, Alkohol in Maßen genießen. Es ist ebenfalls sinnvoll, Milch und Milchprodukte (Joghurt, Käse) auf den Speiseplan zu setzen.

Bewegung: In frischer Luft ist außerordentlich wichtig zur Erhaltung des körperlichen Wohlbefindens, zur Anregung aller lebenswichtigen Organe, zur besseren Durchblutung des Körpers und zur Straffung der Bauch- und Beckenmuskulatur.

Geeignete Sportarten: Gymnastik, Radfahren, Tanzen, Schwimmen, Wandern, Krafttraining, Nordic Walking und Jogging.

Geistig fit bleiben: Halten Sie mit Gedächtnisübungen Ihr Gehirn fit (sog.Gehirnjogging ) und versuchen Sie Ihr Leben so interessant, anregend und abwechselungsreich wie möglich zu gestalten. So können Sie sich zum Teil gegen geistigen Verfall (Alzheimer) schützen.

Die innere Balance: Finden und halten. Mit Entspannung wird Energie getankt (Yoga, autogenes Training, Qi Gong etc).
Vermeiden Sie Risikofaktoren wie z.B. Rauchen, "Kalziumräuber" (Fastfood, Colagetränke, Kaffee), Übergewicht u.a.

Nicht vergessen: Gesundheitsaktivitäten müssen vor allem auch Spaß machen. Nur so läßt sich die Ausgeglichenheit zwischen Körper, Geist und Seele wieder herstellen.

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Erweiterte Vorsorge >

 

Gesundheitsvorsorge und Impfung gegen Krebs!

Die regelmäßige Teilnahme an den Vorsorge- und Früherkennungs-Untersuchungen ist eine ganz wichtige Voraussetzung zur frühzeitigen Erkennung von Krankheiten.
Unser Ziel ist es, Sie bei Ihrem persönlichen Gesundheitsmanagement zu unterstützen und Ihre Gesundheit zu erhalten.

SICHERHEIT STATT RISIKO!

 

Vorsorgeuntersuchung
Der PAP-Test – Wichtig im Kampf gegen Krebs!
Was geschieht beim PAP-Test?
Was sagen die PAP-Kategorien aus?
Wiederholter PAP 2W, PAP 3 oder PAP 3D-Befund
Stets wiederkehrender PAP 3D oder PAP 4a, 4b, PAP 5-Befund
Impfung gegen Krebs!

 

VORSORGEUNTERSUCHUNG

Die Krebsvorsorgeuntersuchung, mit den in jährlichen Abständen durchzuführenden Abstrichen, stellt eine der bewährten Methoden zur Früherkennung von Zellveränderungen und anderen Erkrankungen im Genital- und Brustbereich der Frau dar.

 

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DER PAP-TEST – WICHTIG IM KAMPF GEGEN KREBS!

Ganz normal: Krebsvorsorge beim Frauenarzt, einmal im Jahr. Bis eines Tages ein Anruf oder Brief kommt: "Ihre Zellen haben sich verändert".
Dann ist die Unsicherheit da: Zellveränderungen- was heißt das? Ist das etwa schon Krebs? Nein. In diesem Fall werden Frauen zunächst engmaschiger kontrolliert. 
Bei den meisten wird das Zellbild wieder in Ordnung.

 

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WAS GESCHIEHT BEIM PAP-TEST?

Dabei entnimmt der Frauenarzt mit einem Wattestäbchen oder Bürstchen Zellen vom Muttermund und aus dem Gebärmutterhalskanal. Die Zellen untersucht ein Spezialist unter dem Mikroskop und ordnet sie einer von mehreren Kategorien zu.

 

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WAS SAGEN DIE PAP-KATEGORIEN AUS?

PAP 1 – gilt als optimales Zellbild und kommt bei erwachsenen Frauen kaum vor

PAP 2 – haben die meisten Frauen . Dabei ist das Zellbild durch Entzündungen, Pilze, Bakterien, Viren, Spirale leicht verändert. PAP 2 ist ein unverdächtiger Befund, bei dem der Arzt sich nicht meldet.

PAP 2W – PAP 3 – der Abstrich sieht zwar nicht normal aus, aber der Arzt kann nicht sagen , welche Ursache dahinter steckt. Häufiger Auslöser: eine Entzündung.

PAP 3D – Das ,,D“ steht für Dysplasie und kennzeichnet eine Veränderung. Von Krebs sind Frauen mit einem PAP 3D-Befund aber noch weit entfernt : Zellveränderungen im Stadium PAP 3D bilden sich bei etwa 60% der Frauen innerhalb von 2 Jahren von allein zurück.

PAP 4a – in diesem Stadium zeigen manche Zellen mäßige bis schwere Veränderungen, die als Krebsvorstufe gewertet werden können. Aber erst bei der Kategorie PAP 4b besteht der Verdacht auf eine Krebsvorstufe, die sich nicht mehr von selbst zurückbildet.

PAP 5 – weist auf Gebärmutterhalskrebs hin: Krebszellen sind nachweisbar.

 

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WIEDERHOLTER PAP 2W, PAP 3 ODER PAP 3D-BEFUND

Bei einem PAP 2W oder PAP 3 verschreibt der Arzt antibakterielle Scheidentabletten und führt nach drei Monaten einen Kontroll-Abstrich durch. Den PAP 3D kontrolliert er alle drei bis vier Monate. Die Zeit des Wartens erleben viele Frauen oft als beängstigend. Aber sie bietet die Chance , ihr Leben zu überdenken manches zu ändern. Etwa das Rauchen aufgeben (er ist ein sehr wesentlicher Risikofaktor für Gebärmutterhalskrebs ), im Beruf kürzer treten, Konflikte lösen , Freundschaften intensiver pflegen. 


Betroffene Frauen berichten oft, dass lange anhaltender Stress dem Befund vorausging. Stress ist ein Immunkiller, Entspannung stützt die Selbstheilungskräfte: auffällige Zellen können sich zurückentwickeln. Von Erlebnissen, die entspannen, profitiert der Körper bis in die kleinste Zelle hinein.

 

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STETS WIEDERKEHRENDER PAP 3D ODER PAP 4A, 4B, PAP 5-BEFUND

Der Arzt wird in diesen Fällen eine Konisation durchführen: er schneidet unter Vollnarkose ein kegelförmiges Gewebestück aus dem Gebärmutterhals. Weil die Zellen aus dem inneren des Gebärmutterhalses stammen können, schabt er auch dessen Schleimhaut aus.

HINWEIS : diese Erläuterungen ersetzen nicht die Beratung durch den Arzt ihres Vertrauens!

 

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IMPFUNG GEGEN KREBS!

 
Gebärmutterhalskrebs ist die zweithäufigste Krebsart nach Brustkrebs.
Auslöser des Gebärmutterhalskrebses sind die humane Papillomviren.

Humane Papillomviren (HPV) verursachen Gebärmutterhalskrebs und Genitalwarzen. In den meisten Fällen ist unsere eigene Abwehr in der Lage den Virus abzutöten und die Infektion heilt ohne Folgen aus. Bis zu 20% kann der Virus jedoch nicht aus dem Körper entfernt werden und kommt zu einer dauerhaften Infektion , die in der Scheidenschleimhaut zu Zellveränderungen (Entartungen) führen können.
  
Die Viren werden meist durch Geschlechtsverkehr übertragen. Eine einfache Untersuchung (Scheidenabstrich) kann feststellen, ob die Viren auf der Schleimhaut vorhanden sind (HPV-Test) und somit die Frau gefährdet ist. Natürlich muss weiterhin (unabhängig von HPV-Test) der Pap-Test im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung durchgeführt werden.

Seit Ende 2006 gibt es erstmals einen Impfstoff gegen humane Papillomviren, der vor Gebärmutterhalskrebs und Genitalwarzen schützt. Die Impfung bietet einen Schutz in ca.70% 
der Fälle. Am besten ist die Durchführung der Impfung vor dem ersten Geschlechtsverkehr, aber auch später schützt die Impfung vor Virustypen, mit denen noch kein Kontakt bestand.

Die ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts empfiehlt die Impfung für Jugendlichen zwischen 12. und 17.Lebensjahr. Nähere und aktuelle Informationen erhalten Sie in unserer Praxis sowie unter www.rki.de

 

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