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Aus medizinischer Sicht spricht gegen Sex in der gesamten Schwangerschaft überhaupt nichts.

Bei Beschwerden, Entzündungen, Blutungen etc. sollten Sie sich an uns wenden und zunächst auf Geschlechtsverkehr verzichten. Sprechen Sie mit Ihrem Partner offen, gleich zu Beginn der Schwangerschaft, über die Veränderungen, die in Ihrem Sexualleben auftreten. Beide Partner sollten möglichst verständnisvoll miteinander umgehen und sich auf die veränderten sexuellen Bedürfnisse richtig einstellen.

Sehen Sie es positiv: Es ist eine Chance, die bisherige Beziehung auch sexuell mit neuen Ideen (jetzt ist mehr Phantasie notwendig) weiterzuentwickeln.

Soll ich auf meinen Traumurlaub verzichten?
Economy-Class-Syndrom
Impfungen

 

SOLL ICH AUF MEINEN TRAUMURLAUB VERZICHTEN?

Wenn Sie schwanger sind müssen Sie nicht auf Ihren Traumurlaub verzichten. Kürzere Flugreisen sind bis auf die letzten 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin unbedenklich. Lange Flugreisen zu Beginn oder am Ende der Schwangerschaft sind nicht zu empfehlen.

 

ECONOMY-CLASS-SYNDROM

Schon gehört: Economy-Class-Syndrom? Es geht um die Gefahr einer Thrombosebildung (Blutgerinnselbildung in Gefäßen) bei Reisen durch lange Flugzeiten und eingeschränkte Bewegungs- und Beinfreiheit (vor allem wenn Sie Krampfadern haben).

Es empfiehlt sich eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Kompressionsstrümpfe (besonders wenn man zur Thrombose neigt).

 

IMPFUNGEN

Gegen diese Krankheiten darf man in der Schwangerschaft nicht impfen:

  • Masern
  • Mumps
  • Röteln
  • Tuberkulose
  • Windpocken

Im ersten Schwangeschaftsdrittel sollten zur Vorsicht generell keine Impfungen durchgeführt werden.

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Motto in der Schwangerschaft: DOPPELT SO GUT STATT DOPPELT SO VIEL!

Eine besonders wertvolle Ernährung muß es sein - damit es Ihnen gut geht und das Baby sich optimal entwickelt! Ziel der Ernährung ist es, die Leistungsfähigkeit der Mutter sicherzustellen und die kindliche Entwicklung zu sichern.

 

Viel gesunde Energie!
Tricks bei Beschwerden
Jod und Folsäure
Zum Wohle des Kindes!

 

VIEL GESUNDE ENERGIE!

 
Schon bei der Planung einer Schwangerschaft ist eine ausgeglichene körperliche und seelische Verfassung eine gute Voraussetzung. Für den Körper der Frau stellt die Schwangerschaft eine große Belastung dar, schließlich sollte der Organismus der Schwangeren gut versorgt sein, damit auch eine gesunde Entwicklung des Kindes sichergestellt ist.
In der Schwangerschaft sollte insbesondere auf eine ausreichende Zufuhr an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen geachtet werden, weniger auf eine überhöhte Zufuhr an Energie.
Essen Sie regelmäßig mehrmals am Tag. Mindestens einmal am Tag essen Sie bitte eine warme Mahlzeit mit Kartoffeln, Gemüse oder Salat und Fleisch oder Fisch. Greifen Sie zu Vollkornprodukten, Vollmilch, Butter, Käse, Sonnenblumen, Maiskeimöl und Margarine. Sparsam sollten Sie mit Kuchen, Süßigkeiten und Limonaden sein.
Das Kind ernährt sich durch den mütterlichen Kreislauf; dadurch ergibt sich bei Schwangeren ein erhöhter Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen. Es kann sein, dass Ihre Ernährungsgewohnheiten in dieser Hinsicht für Sie und Ihr Kind nicht ausreichen. Essen Sie möglichst viel Gemüse, Salate und Obst - empfohlen werden "FIVE A DAY", fünf Portionen am Tag. 
Trinken Sie viel, pro Tag anderthalb Liter, und zwar zusätzlich zu dem halben Liter Milch, den Sie zu sich nehmen sollten.
Vegetarisch lebende Schwangere sollten eine Ernährungsberatung durchführen lassen.
Bei Problemen sprechen Sie uns bitte an oder besuchen Sie eine Ernährungsberatung (Ihre Krankenkasse hilft Ihnen dabei gerne weiter).

 

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TRICKS BEI BESCHWERDEN

 
Wie vermeiden Sie Verstopfung?
Aufgrund des veränderten Hormonhaushalts ist die Darmfunktion eingeschränkt. Dies kann zu Verstopfungen führen. Sie vermeiden oder lindern zumindest Beschwerden durch ballaststoffreiche Kost: Früchte, Gemüse gekocht und roh, Vollkornbrot, Vollkornprodukte wie Müsli oder Vollcornflakes, Pflaumen und Pflaumensaft. Sie sollten auch reichlich Wasser trinken. Ungefähr 2-3 Liter am Tag, damit der Stuhl feucht bleibt. Ausreichende körperliche Bewegung sorgt ebenfalls für eine optimale Darmfunktion.

Wie bekommen Sie die Morgenübelkeit in Griff?
Nicht alle Schwangeren können essen wann und was sie wollen. Viele leiden vor allem in den ersten Monaten unter der so genannten Morgenübelkeit, die aber über den ganzen Tag verteilt auftreten kann.

Ein paar Tricks können helfen:
Am besten schon vor dem Aufstehen im Bett eine Kleinigkeit zu sich nehmen. Man sollte viele kleine Mahlzeiten über den ganzen Tag verteilen. Bei manchen Frauen hilft das gründliche Kauen von Nüssen. Der Geschmackssinn kann sich verändert haben, deshalb sollte sich die Schwangere sich von Produkten fernhalten, nach denen es sie nicht gelüstet.
Eventuell ist auch die Zahnpasta und die Größ der Zahnbürste zu wechseln, falls die alte vermehrt Brechreiz auslöst. Elektrische Zahnbürsten haben in der Regel sehr kleine Köpfe, die angenehmer sein können.
Da es bei häufigem Erbrechen zu einem Flüssigkeits- und Mineralverlust kommen kann, ist es wichtig, diesen durch das Trinken von Mineralwasser und oder Gemüsebrühe auszugleichen.

 

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JOD UND FOLSÄURE

 
JOD: Deutschland, insbesondere der süddeutsche Raum, zählt zu den Jodmangelgebieten. In der Schwangerschaft reichen der Einsatz von Jodsalz und eine fischreiche Kost nicht aus, um den erhöhten Bedarf von Jod auszugleichen. Jede zweite Wöchnerin hat daher eine Schilddrüsenvergrößerung. Eine jodreiche Kost und eine zusätzliche Gabe von 200 µg Jod sind unbedingt erforderlich, um ein Jodmangel beim Säugling und bei der Mutter zu verhindern.

FOLSÄURE: Besonders wichtig ist eine ausreichende Versorgung mit Folsäure. In mehreren umfangreichen Studien wurde nachgewiesen, daß Fehlbildungen des Zentralnervensystems, sogenannte Neuralrohr-Defekte, weitgehend vermieden werden können durch ausreichende und rechtzeitige Folsäureversorgung, möglichst schon vor Beginn einer geplanten Schwangerschaft.
In der Nahrung findet man Folsäure in der Gerste, Bohnen, Früchten, grünem Gemüse, Orangensaft, Linsen, Erbsen und Reis. Allerdings ist die durchschnittliche Aufnahme von Folsäure mit der Nahrung viel zu gering. Zur Senkung der Häufigkeit von "offenem Rücken" wird allgemein die prophylaktische Einnahme von 0,4 mg. Folsäure/Tag empfohlen.

 

 

 

ZUM WOHLE DES KINDES!

 
Vitamin A sollte wegen der schädigenden Wirkung auf das Kind nicht zusätzlich zugeführt werden. Deshalb: Möglichst keine Vitamin A-haltigen Präparate einnehmen und keine Leber verzehren.

Bakterieninfektionen und eine hohe Schadstoffzufuhr sollte unbedingt verhindert werden. Verzehren Sie daher kein rohes oder ungenügend erhitztes Fleisch oder rohe Eier. Sinnvoll ist ebenfalls auf Rohmilchprodukte zu verzichten. Waschen Sie Obst und Gemüse gründlich ab. Verzichten Sie auf Genußmittel, insbesondere Alkohol, Nikotin und Kaffee.

Vermeiden Sie Streß.

Sport und Gymnastik erleichtert die Geburt, steigert Ihre Fitness, bekämpft den Streß und erhöht Ihr allgemeinen Wohlbefinden!

 

Darf ich Sport treiben?
Welche Sportarten?
Sauna und Solarium?

 

DARF ICH SPORT TREIBEN?

 
Sport und Schwangerschaft sind zwei Begriffe, die für viele Frauen nicht zueinander passen, weil ihre Meinungen darüber selbst heute noch von alten, überkommenen Vorstellungen geprägt sind. Auch die ärztlichen Ansichten gingen lange Zeit darüber auseinander, was den Sport vor, in und nach der Schwangerschaft anlangt.

Einst prominente Gynäkologen wie SELLHEIM und MARTIUS warnten vor dem Leistungssport, da er die Beckenbodenmuskulatur verhärte und die Geburt vielfach komplizierter verliefe. Manche Frauen, die bisher Hobby- oder Leistungssport betrieben haben, werden bei einer Schwangerschaft ängstlich und sind auf Schonung bedacht, besonders bei bestehender Übelkeit und Erbrechen. Viele Sportlerinnen fühlen sich in der Zeit der Schwangerschaft nur dann wohl, wenn sie ihren Sport weiter betreiben können. Es spricht sogar vieles dafür, sich gezielt fit zu halten. Bereits in der FRÜHSCHWANGERSCHAFT kommt es im mütterlichen Organismus zu deutlichen Veränderungen, die die körperliche Leistungsfähigkeit beeinflussen:

Steigerung der Herzfrequenz, labileres Blutdruckverhalten, Blutvolumenzunahme, erhöhter Sauerstoffbedarf, raschere Unterzuckerung, Gewichtszunahme, Auflockerung in Sehnen, Bändern und Gelenken, Veränderungen des Körperschwerpunktes etc.

Unter Berücksichtigung der physiologischen Veränderungen in einer unkomplizierten Schwangerschaft steht einer Sportausübung so lange nichts entgegen, wie dadurch keine Schädigung des Feten zu erwarten ist. Wenn Sie nur unregelmäßig oder überhaupt nie Sport treiben, sollten Sie mit einer leichten Schwangerschaftsgymnastik beginnen. Wenn Sie regelmäßig Sport treiben, müssen Sie nicht damit aufhören. Sie sollten nur etwas schonender vorgehen.

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Folgende allgemeine Empfehlungen sind zu beachten:

 

Fortsetzen der bisherigen sportlichen Aktivitäten beim Eintritt einer Schwangerschaft 

langsames Reduzieren zum 2. und 3. Trimenon 

Ausreichende Kohlenhydratzufuhr, vorwiegend bei Ausdauerbelastungen 

Körperliche Belastungen nur im aeroben und submaximalen Bereich 

Hohe Körpertemperaturen bei Ausdauerbelastungen vermeiden (potentielle Teratogenität) 

Vermeidung von extremen Beschleunigungen oder dem Abbremsen des Körpers um seine Achsen

 

Vermeiden von Sportverletzungen in der Schwangerschaft, da deren Diagnostik, z.B. Röntgen, ggf. Therapie (Operation, Narkose) und die nachfolgende Ruhigstellung und Schonung mit erhöhtem Thromboserisiko zusätzliche Gefahren in sich bergen.

 


Bestehen medizinische Risikofaktoren wie Herzerkrankungen, Diabetes, frisch durchgemachte Infektionen, Fehl- oder Frühgeburten bei einer vorherigen Gravidität oder eine Mehrlingschwangerschaft, so ist eine eingehende fachärztliche Beurteilung notwendig. Ein generelles Sportverbot für die Schwangere ist nicht angezeigt, jedoch sollten die genannten Risiken bei der Auswahl und Ausübung der betreffenden Sportart berücksichtigt werden. Eine leistungsorientierte Sportausübung oder Wettkämpfe sind nicht zu empfehlen.

 

 

 

WELCHE SPORTARTEN?

 
Als Leitlinien mögen deshalb gelten:

1. Ohne Einschränkung erlaubt, solange es Spaß macht (bis Herzfrequenz 130/ min):
Jogging, Wandern bis 2000 m Höhe, Radfahren, Gymnastik, Tanzen, Schwimmen besonders empfehlenswert, Wassertemperatur nicht unter 20°C und nicht über 35°C.

2. Erlaubt, aber nur deutlich unterhalb der submaximalen Belastung:
Laufen, Rudern, Bodenturnen, Skilanglauf (nicht über 1500 m Höhe), Tennis, Squash, Badminton, Tischtennis, Segeln.

3. Erlaubt bis zu 16 SSW (wegen der Sturzgefahr):
Schlittschuh- u. Rollschuhlaufen, Hochsprung, Weitsprung, Kugelstoen, Diskus u.a.m.

4. Nur sehr bedingt erlaubt (wegen des hohen Verletzungsrisikos):
Reiten und Ski-Alpin (bis 2000 m Höhe).

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5. Nicht empfehlenswert:
Mannschafts- und Kampfsportarten ( Ballsportarten, Judo, Fechten u.a.m.)
Disziplinen mit hohem Sturzrisiko (Wasserski, Surfen, Geräteturnen u.a.m.)
Körperliche Anstrengungen über 2000 - 2500 m Höhe (z.B. Höhentraining)
Marathonlauf, Triathlon, Tauchen, Bodybuilding, Boxen, Gewichtheben, Fallschirmspringen, Gleitschirmfliegen, Bungee-Jumping u.a.m.

Sollte es im Zusammenhang mit dem Sport zu Blutungen, Wehen, Atemnot, Unwohlsein mit Augenflimmern und Kopfschmerzen kommen, sind ein sofortiges Sportverbot und der Arztbesuch angeraten.

Entgegen früherer Auffassungen verläuft die Entbindung der Sportlerin nicht erschwert. Zwar kann die Eröffnungsphase bei Leistungssportlerinnen verlängert, jedoch die Austreibungsperiode sowie die Gesamtgeburtsdauer verkürzt sein. Der Wochenbettverlauf ist wegen der positiven Auswirkungen der körperlichen Fitneß bei Sportlerinnen eher unkompliziert.

Ein systematischer Trainingsaufbau kann 4 Wochen nach der Entbindung bei unauffälligem Wochenbettverlauf beginnen. Dabei muß auf ein langsames, konsequentes Wiederaufbautraining des Sehnen-, Band- und Muskelapparates neben der Wiederherstellung der kardiopulmonalen Leistungsfähigkeit besonderer Wert gelegt werden. Bei Sportarten mit hohen Belastungen von Sehnen, Bändern, Gelenken und der Muskulatur ist wegen der Verletzungsanfälligkeit frühestens nach 12 Wochen wieder ein volles Training zu empfehlen.

 

 

 

SAUNA UND SOLARIUM?

 
Sauna: Ist in den ersten drei Monaten tabu! Heiße Therme und Whirlpools sind ebenfalls nicht geeignet. Die Erhöhung der Körpertemperatur, also Überwärmung, wird mit Fehlbildungen in Zusammenhang gebracht. Ab dem 4.Monat sollten Sie die Zahl der Saunagänge und Dauer einschränken (max.10 Min.); besuchen Sie eine Sauna mit geringer Temperatur.

Solarium: Bisher kann man nicht mit 100%-er Sicherheit sagen, ob ein Besuch im Solarium unschädlich ist. Deswegen sicherheitshalber meiden.

 

Nachdem wir bei Ihnen eine Schwangerschaft festgestellt haben, erfolgen nun eine Reihe von Untersuchungen. Zu Ihrem besseren Verständnis über den Ablauf der Betreuung im Rahmen der gesetzlichen Mutterschaftsrichtlinien, werden wir Sie ausführlich in unserer Praxis informieren.
Eine frauenärztliche Untersuchung sollte in ca. 4-wöchigem Abstand bis zur 32. Schwangerschaftswoche, danach im 2-wöchigen Abstand bis zur Entbindung durchgeführt werden.

Bitte nehmen Sie die entsprechenden Termine regelmäßig wahr, sie dienen dazu, einen problemlosen Verlauf Ihrer Schwangerschaft zu gewährleisten.